Natur- und Vogelschutzverein

Altikon I Dinhard I Rickenbach I Wiesendangen

Samstag, 26. Juli 2014

Sommerferienstart im Schlattwald
Wald-Wochenende
Altikon am 12./13. Juli


Bettina Dubach führte die hochmotivierte 14-köpfige Kinderschar durchs Nachmittagsprogramm „Animatura Wald“ (Pro Natura).

Wir erlebten den Wald mit allen Sinnen.
Zuerst betrachteten wir den Wald aus einer ungewohnten Perspektive: dadurch wurden uns die Augen geöffnet für all die kleinen versteckten Wunderdinge unterm Moos, auf Blättern, unter Baumrinde oder im Totholz.

Mit rechteckigen, waagrecht gehaltenen Spiegeln, platziert auf dem Nasenrücken, eröffneten sich ganz neue Räume. Das samtene Blätterdach erschien mit seinen Lichtstrahlen auf der Spiegelfläche unendlich weit – und gleichzeitig nah wie selten. Fortbewegung war so aber nur mit “Blindenführer“ möglich, da der Boden vor den Füssen plötzlich weggezogen war. Platzierte man die Spiegel oberhalb der Augen, hatte man dafür trügerisch doppelten Boden.

In verschiedenem Forschungsgruppen suchten wir Baumsamen, deren Keimlinge, lebende Tiere, Totholz oder Baumhöhlen. Alle gefunden Schätze deponierten wir auf einem ausgebreiteten Tuch. Nur die Grasfrösche, die zahlreich blitzschnell hüpfend unterwegs waren, entliessen wir vorzeitig aus den Lupenbechern. Alles andere schauten wir gemeinsam an und teilten die Forschungsergebnisse mit der ganzen Runde.

Auch oekologische Zusammenhänge lernten wir spielerisch im „Samen – Mäuse – Fuchsfangspiel“ oder im „Marder – Vogelfang – Nistplatzspiel“ kennen. Als Mäuse frassen wir die Samen der Bäume und Sträucher, dabei mussten wir immer aufpassen, nicht von einem Fuchs gefasst zu werden. Gab es genug Verstecke für uns - Wurzelstöcke, alte Bäume oder Totholz - waren unsere Überlebenschancen besser. Gab es allerdings zu viele Füchse, nützte uns das auch nicht mehr viel, dann wurden wir doch alle aufgefressen.

 

 

Beim Abschlussspiel führten wir einander in Zweiergruppen mit verbundenen Augen über Wurzelstock und Stein zu einem unbekannten Baum. Der „Blinde“ versuchte, sich Oberfläche, Geruch und Form einzuprägen, musste er ihn doch – zurückgeführt zum Start - mit offenen Augen wieder finden.



Während die einen ihre Zelte aufstellten, braute Silvio bereits seinen süffigen Trank aus Rotwein, Konfitüre und Zucker, mit dem wir Nachtfalter anlocken wollten für unsere nächtliche Exkursion ins Waldpapillorama. Wir hängten in Wein getränkte Stoffbahnen an Wegränder und Waldrand auf. Dann hiess es warten bis zur Dunkelheit.
Silvio gab uns eine kleine Einführung in die unbekannte Welt der Nachtfalter.

Es gibt 3500!!! Arten in der Schweiz. Angelockt von vielerlei Düften fliegen sie viele Kilometer weit, um Nahrung und ihre „Liebsten“ zu finden. Tagsüber ruhen die Nachtfalter gut getarnt, unsichtbar für Fressfeinde. Viele Arten ahmen dabei mit ihrer Flügelfärbung den Untergrund, zum Beispiel Baumrinde oder trockene Blätter, nach.


Unser nächtlicher Rundgang war sehr spannend - faszinierend, wie ein flatternder Falter auf einer Daumenkuppe im Taschenlampenlicht die Aufmerksamkeit von 20 Augenpaaren auf sich ziehen kann.
Dass in dieser Nacht noch 89 mm Regen fallen sollte, davon merkten wir nichts, auch wenn es in Kübeln goss. An der Feuerstelle der Försterhütte war es schön warm, nur die selbst erfundenen Schreckmümpfelis der Kinder wurden immer „gfürchiger“… zwei Mädchen schliefen aber trotzdem wegen nassem Zelt auf den Bänkli am Feuer – und verdrängten dabei die Gedanken an vorwitzige Füchse auf Futtersuche...


Fide Meyer, Feldi
Natur- und Vogelschutzverein Altikon

 

Wald Wochenende 12. & 13. Juli 2014

Das Waldwochenende wurde vom NVV Altikon für Familien und Kinder organisiert und von
Fide Meyer geleitet.
Wir trafen uns bei der Waldhütte in Altikon. Als alle da waren machten wir ein
Begrüssungsspiel um uns gegenseitig kennenzulernen. Danach machten wir 3er Gruppen
und gingen in den Wald. Jede Gruppe bekam einen Auftrag und mussten herausfinden
weshalb es Samen braucht.
Wir spielten ein Spiel: Die einen waren die Samen, die anderen die Mäuse die Samen
fressen und die 3. Gruppe spielten die Füchse die die Mäuse fangen mussten. Wir hatten
viel Spass. Zurück bei der Waldhütte assen wir einen feinen Zvieri. Für die Übernachtung
stellten wir die Zelte auf, aber die Heringe machten Probleme weil der Boden zu steinig war.
Es wurde langsam Abend und wir assen Znacht. Eine Frau die auch mitgekommen war
erzählte uns eine Geschichte über das Zaubercheteli. Silvio machte eine Falterfalle. Er
tränkte Lappen in eine Sosse die die Falter anlocken sollte. Wir verteilten sie im ganzen
Wald. Als es dunkel war gingen wir mit Taschenlampen die Lappen suchen und entdeckten
viele verschiedene Falter Arten dabei mussten wir aufpassen dass wir nicht auf kleine
Frösche standen. Danach gingen einige Kinder nach Hause.
Nachdem wir den Rundgang gemacht hatten erzählte uns Fide ein Bettmümpfeli. Die kleinen
Kinder hatten ein bisschen Angst, weil die Geschichte in diesem Wald geschah.
Die Kleinen gingen schlafen und die Grossen sassen noch am Feuer und machten Café.
Weil es so fest regnete ist unser Zelt unter Wasser gestanden. Serena und ich schliefen
dann also in der Hütte beim Feuer .Als es morgen war hatte ich Heisswasser aufgesetzt um
Café zu machen. Bei einer Lichtung sah ich ein einen Hasen und ein Reh. Wir assen
gemütlich unseren Zmorgen und tranken unsere Milch oder unseren Kaffee. Als wir fertig
gegessen hatten brachen wir unsere Zelt ab, packten unsere Sachen und setzen uns ans
Feuer und gaben unsere Rückmeldungen.
Auch wenn es regnete, es hat uns super Spass gemacht.
Lya Meili, NSV Rickenbach